Archiv 2010
England als grosser Sieger
Die beiden lebensgrosse Tögglikästen auf dem Blumenmarkt stehen bereit. Pünktlich um 14 Uhr der Anpfiff zur WM vor der WM: Südafrika gegen Mexiko. Geladen zur Kickerei auf dem Blumenmarkt in St.Gallen hat „Safranblau“, ein Projekt für junge Erwachsene der reformierten, katholischen und christkatholischen Kirchgemeinden der Stadt St.Gallen. Die zehn Spielerinnen und Spieler halten sich an den Stangen, kämpfen um jeden Ball. Fällt ein Tor, grosser Jubel. Mexiko gewinnt schliesslich mit 8:5.
Erster Höhepunkt ist dann das Spiel der Schweiz. Sie gewinnt gegen Spanien mit 10:4 Toren und kommt so eine Runde weiter. Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft in Südafrika wird an der Body-Soccer-WM bereits die Gruppenphase im Cup-System ausgetragen.
FM1 Moderator Yves Müller führt souverän durch die Partien. Er kommentiert, lädt Passanten zum Mitspielen ein und motiviert die Spielenden zu vollem Einsatz.
Die Durstigen begeben sich zur Bar, stossen auf Sieg und Niederlage an, tauschen sich aus über Taktik, Technik und herrliche Zuspiele. Der Ärger über Niederlagen hält sich in Grenzen. Spiel und Plausch stehen im Vordergrund. Es geht vor allem ums Mitmachen und das gemeinsame Erleben in ganz unkonventionell zusammengewürfelten Mannschaften.
Im Achtelfinal verliert die Schweiz dann gegen Chile mit 4:7 und scheidet zur grossen Enttäuschung der Zuschauer aus.
Nachdem die Läden ihre Tore schliessen, werden auch die Spielerinnen und Spieler weniger, die beim Vorübergehen noch schnell für ein oder zwei Partien mitspielen. Deshalb sind einige Partien mittels Los zu entschieden. Schliesslich der grosse Knüller: das Finalspiel England gegen Italien. Einen Favoriten gibt es nicht. Nochmals voller Einsatz. 10:4 Toren heisst es am Schluss. England ist der St.Galler Body-Soccer-Weltmeister.
Als kleine Erinnerung erhalten alle Teilnehmenden einen Ansteckknopf, auf dem die Frage steht: „Wer ist ein Fussballgott?“ Beim Drehen blickt man in einen Spiegel und kann sich selbst eine Antwort geben. kp/Ack




